Wie zwei Minuten A.U.S.Z.E.I.T am Morgen zu unvergesslichen Momenten der Freiheit werden

6:20 Uhr. Ich bin mit meinem neuen Morgenritual beschäftigt. Gedanken ordnen, Erkenntnisse in mein „Black Book" schreiben, tolle Ereignisse in meinem Erfolgsjournal festhalten, alles aufschreiben, wofür ich dankbar bin. Es entstehen kreative Ideen für neue Coaching- und Seminarkonzepte. Nach dem Frühsport die erste halbe Stunde, in der ich produktiv und für die Seele arbeite. Es tut gut, in Ruhe in den Tag starten zu können. Und es ist höchsteffizient. Ergebnisse für den Tag planen, Prioritäten setzen. Keine Ablenkung, viel Energie, klare Gedanken. Luxus, den ich lange, lange Zeit nicht hatte. Da ging es sofort los mit „machen", ohne vorher nachzudenken, was wozu eigentlich mit welchen Ergebnissen.

Plötzlich geht die Tür auf. Ich schreibe gerade an meinem Blogbeitrag über innere Stimmen. Und da steht er vor mir: die Stimme, die immer weiß, was richtig ist. Weil der Bad Guy in ihm noch fehlt, der sagt: „Uh, Gefahr, mach das bloß nicht."

Mein Sohn ist 7 Jahre und unbefangen. Er entdeckt die Welt, geht offen auf Menschen zu, stellt sich auf den Marktplatz und tanzt einfach. Er lächelt andere an, probiert Neues aus, macht Quatsch. An diesem Morgen kuschelt er sich an mich und fängt laut an zu lesen. „Ich liebe dieses Spiel. Ich hasse dieses Spiel." Ich möchte ihm gern erklären, worum es geht und frage ihn, ob er dieses Stimmen in seinem Kopf kennt. Die eine Stimme sagt immer: „Los, mach weiter. Tu das, was Du für richtig hältst und probiere es aus." Und dann gibt es da noch eine zweite Stimme. Die, die immer sagt: „Pass auf. Sei vorsichtig. Mach das nicht, das geht schief." Er sagt mir, dass er das auch kennt. Aber die Zweite der Stimmen nur ganz selten. Und schon sind seine Gedanken woanders. Er zerbricht sich darüber nicht den Kopf – und das ist gut so.

Es ist ein wunderbares Gefühl, jetzt solche Momente miteinander teilen zu können. Zwei Minuten, die unvergesslich bleiben werden. Unvergesslich, weil ich gerade die Lektion gelernt habe, die mein Sohn mir soeben beigebracht hat: „Es ist nicht so wichtig, darüber nachzudenken, was alles schief gehen kann. Es ist wichtiger, es einfach zu machen."

Ich lerne von einem Siebenjährigen, was eine alte Weisheit ist. Weil ich endlich wieder aufmerksam sein kann, um solche wunderbaren Momente wahrzunehmen. Zwei Minuten, die ich in einer Mini - A.U.S.Z.E.I.T genießen kann.


Zwei Minuten im Leben, die es wert sind. Zwei Minuten, in denen ich Freiheit und Erfüllung spüre.

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